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Interesse an Astrofotogrqafie

Fragen und Ihre Erfahrungen zur Astrofotografie sind hier genau richtig.

Moderatoren: aba, heinzi

Interesse an Astrofotogrqafie

Beitragvon BamBam79 » 28.07.2016 14:27

Hallo

ich hab mich hier im Forum angemeldet um die Hilfe zu bekommen die ich mir erhoffe.

Ich nutze eine Olympus E-PL7 und bin am √ľberlegen in die Astrofotografie einzusteigen. Mit meinem 70-300mm Objektiv komme ich da nicht wirlich weit mit.

Hat jemand Erfahrung mit MFT Systemen?

Hab 2 Teleskope gefunden die mich interessieren können

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Ich w√ľrde gerne erst mal im unterem Preisbereich anfangen.

Welchen rat könnt ihr mir geben?

Vielen Dank schon einmal f√ľr die Antworten
BamBam79
 
Beiträge: 1
Registriert: 28.07.2016 14:22

Re: Interesse an Astrofotogrqafie

Beitragvon rengel » 15.10.2016 13:05

Hallo BamBam79,
hier mal etwas zur Astrofotografie
Fotos von was? Mond? Den kann man mit nahezu jedem Teleskop fotografieren. F√ľr 500 Euro geht das prima mit einem 6 oder 8" Newton in Dobsonbauweise.

Planeten? dazu braucht man sehr viel Brennweite, wenn da Oberfl√§chendetails dabei rauskommen sollen. Die Olympus E-PL7 Kamera ist daf√ľr aber nicht geeignet, da brauchts eine andere Kamera. Eine astrotaugliche Webcam. Aktuell w√§re das z.B. ne ALCCD5L-IIc. die kostet alleine schon mal 200 Euro. Dann eine Barlow-Linse, mit der die Brennweite erh√∂ht wird. Kostet ca. 100 Euro aufw√§rts. Dann brauchst einen Laptop, um das Bild der Kamera zu sehen und scharfzustellen, weil die Webcam keinen Speicher hat, auf den Bilder geschrieben werden k√∂nnen und keinen eigenen Bildschirm...

Vern√ľnftig Montiert mu√ü das Teleskop auch sein. Also parallaktisch. Mit Motoren und Steuerung. Das alleine kostet schon mal 800 Euro aufw√§rts. 6" Teleskop√∂ffnung ist ein guter Kompromi√ü bezogen auf die Leistungsf√§higkeit des Teleskops und dem Gewicht, was die Montierung tragen k√∂nnen mu√ü. So ein Teleskop ist dann √ľblicherweise ein Maksutov-Teleskop oder ein Schmidt-Cassegrain. Kostet √ľbern Daumen gepeilt 500-600 Euro. Diese Teleskope sind aber Spezialisten f√ľr kleine Objekte am Himmel, ausgedehnte Objekte machen mit diesen Spezialisten keinen Spa√ü, weil man nur einen Ausschnitt vom Objekt sieht und es somit √ľberhaupt nicht bemerkt im Okular. Planetenvideos brauchen ein Budget von ca. 1500 - 1800 Euro.

Alles andere (Galaxien, Planetarische Nebel, Sternentstehungsbegiete...) braucht noch viel mehr Budget. So um die 3.000 Euro rum als Hausnummer.

Denn diese Objekte sind lichtschwach. Also mu√ü man laaaaaaaaaaaange belichten. 5-10 Minuten am St√ľck. Und dann eine ganze Nacht oder auch mehrere davon f√ľr dieses Motiv reservieren. So 20-50 Einzelbilder m√ľssen dann am Computer mit Darks, Flats und Bias verrechnet werden (dazu gibt es spezielle Software). Das ist nicht die selbe Art "Bildbearbeitung" wie bei Tageslichtaufnahmen (rote Augen entfernen, Dreck entfernen), das ist richtig viel Arbeit. Das dauert Stunden.

Damit die Bilder durch das Teleskop aber √ľberhaupt was werden k√∂nnen, braucht man noch eine 2. sehr empfindliche Kamera, die √ľber ein Leitrohr oder den Sucher sich nen Stern anguckt und sobald dieser Stern auch nur nen Bruchteil von nem mm von der Sollposition abweicht, Korrekturimpulse an die Steuerung der Motoren der Montierung schickt. Keine bezahlbare Montierung kann 8 oder 10 Minuten am St√ľck soooo genau nachf√ľhren. Die m√ľssen alle "geguidet" werden. Ohne dieses Autoguiding werden aus nadelfeinen Sternen Zickzacklinien...
Gruß Rolf
rengel
 
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27.01.2015 21:12 Uhr, Arnold Barmettler